Wie im letzten Artikel bereits angedeutet, gibt es jede Menge Menschen, die bei den Worten MLM und Network Marketing sofort an Betrug, Abzocke und Schneeballsysteme denken.
Aber kann man wirklich alle Firmen, die mit einer Vertriebsstruktur arbeiten als Betrüger bezeichnen?
Definitiv Nein!
Natürlich gibt es viele Firmen, die die Anonymität des Internet für sich genutzt haben um andere abzuzocken, das blaue vom Himmel zu versprechen um dann klammheimlich mit dem Geld der Mitglieder zu verschwinden – das heißt aber noch lange nicht, dass alle Network Marketing Firmen so arbeiten müssen.
Um einen besseren Eindruck zu geben, worum es beim MLM oder Network Marketing überhaupt geht, ist es denke ich am wichtigsten zu verstehen was Network Marketing Firmen gemeinsam haben und was in dem Begriff steckt.
Network Marketing – Provisionen für eigene Empfehlungen und Beteiligung an den Partnerumsätzen
Network Marketing beziehungsweise MLM, also Multilevelmarketing bedeutet in erster Linie schlicht und einfach, dass die Firma mit einer Verdienststruktur arbeitet.
Partner werden für das Weiterempfehlen von Produkten als auch für das Anwerben weiterer Partner belohnt.
Provisionen für Empfehlungen sind nicht nur im Internet weit verbreitet.
Egal ob man Ebooks, Produkte aus verschiedenen Shops oder Software weiterempfiehlt – durch einen persönlichen Link können die Firmen oder Anbieter nachvollziehen, woher die Käufer kamen und zahlen eine Provision an den Empfehlungsgeber.
Firmen aus dem Network Marketing Bereich gehen noch einen Schritt weiter und beteiligen Empfehlungsgeber außerdem an den Einkünften von Partnern in ihrer Struktur – also an den Provisionen von Partnern, die sie oder das Team für die Firma gewonnen haben.
Der große Vorteil beim Network Marketing ist der, dass man durch den Aufbau eines Teams mit der gleichen Arbeit mehr Geld verdienen kann.
Statt jeden einzelnen Kunden selbst finden zu müssen hat man beim Network Marketing die Möglichkeit nicht nur Kunden, sondern auch neue Geschäftspartner für das Unternehmen zu gewinnen.
Es geht also um den Aufbau eines Teams und darum, sich gemeinsam etwas aufzubauen und zu verdienen.
Ich habe mal versucht das ganze grafisch darzustellen:
Bemüht man Wikipedia findet man diese Definition:
“Network-Marketing ist eine Vertriebsform, bei der ein Unternehmen seine Produkte über selbstständige Vertriebspartner als Zwischenhändler an die Endkunden verkauft. Die Kunden können gleichzeitig auch als selbstständige Berater tätig sein und die Produkte weiterverkaufen. Beim Network-Marketing handelt es sich somit nicht um einen reinen Direktvertrieb, bei dem unmittelbar vom Unternehmen an den Endkunden verkauft wird. Im Gegensatz dazu tritt der Berater beim Netzwerk-Marketing als selbstständiger Wiederverkäufer auf, womit das Hauptmerkmal des Direktvertriebs nicht mehr gegeben ist.
Das Hauptmerkmal des Network-Marketings ist der strukturelle strikte vertikale Aufbau des Vertriebssystems, das bildlich einem auf den Kopf gestellten, weit verzweigten Baum entspricht. Die Bezeichnung Network ist dabei bezüglich der Aufbauorganisation nicht korrekt, da in einem Netzwerk die einzelnen Punkte sowohl horizontal, vertikal wie auch diagonal miteinander verbunden sind und miteinander interagieren. Beim Network-Marketing hingegen ist der Strukturaufbau hierarchisch strikt vertikal von oben nach unten. Dieser Aufbau führt zu einem breit verzweigten Vertriebssystem mit selbstständigen Beratern. Mit “Network” ist hier vielmehr die Art des Vertriebes gemeint: Der Verkauf erfolgt im persönlichen Umfeld des Beraters. Dieser hat mit zunehmender Größe seiner Struktur ein größeres soziales Netzwerk aufzubauen um neue Berater für sich, bzw. das Unternehmen zu gewinnen. Dabei erfolgt dieses “Netzwerken” ähnlich dem Verhalten von Benutzern der sog. Social Network Plattformen (Facebook, Xing, MeinVZ, etc.): Potenzielle Mitglieder werden entgeltlich oder unentgeltlich von Mitgliedern “eingeladen”, der Organisation beizutreten.” (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Network-Marketing)
Network Marketing – die Hierarchie des Strukturaufbaus
In Verbindung mit dem Network Marketing stößt man auch immer wieder auf die Begriffe Hierarchie und Strukturaufbau.
Diese beiden Begriffe beziehen sich auf die Verdienst- beziehungsweise Beteiligungsstruktur.
Wie genau diese Struktur organisiert ist, wie hoch die Provisionen in den einzelnen Partnerebenen sind und ähnliches hängen vom jeweiligen Network Marketing Unternehmen ab.
Das sollte als kleiner Einstieg erst einmal reichen und ich hoffe ich habe damit deutlich gemacht, was Network Marketing Firmen grob auszeichnet.
Im nächsten Artikel dieser Reihe werde ich auf das Thema Schneeballsysteme und den Vorwurf, alle MLM Unternehmen seien Schneeballsysteme genauer eingehen.








3 Kommentare
Oliver Tausend sagt:
29. Juli 2011 von 20:35 (UTC 1)
Hallo Stefanie,
wie ich schon in einem meiner vorigen Kommentare schrieb, ist Empfehlungsmarketing das Natürlichste der Welt, da wir es all schon seit etwa unserem 5. Lebensjahr betreiben, als wir begannen, Produkte und Sachen zu promoten. Nur bekommen die meisten bis heute kein Geld dafür ?
Oder bezahlt Dich Dein Lieblingsitaliener, für die vielen Deiner Freunde, die dank Dir dort ihre Pizza essen ?
Ohne Dein Erstempfehlung keine Folgeempfehlungen, deswegen ist klar, das Du auch für die Produktbestellungen (!) nicht Anwerbungen (das könnte sonste ein Problem geben) Deiner Empfehlungen und deren Empfehlungen usw. honoriert werden musst.
Das einizige was uns die Network Marketing Kritiker sagen wollen ist: Ich will auch weiterhin unentgeltlich Produkte und Dienstleistungen promoten, sie drücken sich nur anders aus, sozusagen in Geheimsprache.
Vielen Dank für Deine Einsichten. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Beste Grüsse
Oliver
tipps zum geld verdienen sagt:
29. Juli 2011 von 21:45 (UTC 1)
Ein wirklich toller Beutrag!
Ich muß schon sagen das es richtig ist, man kann einfach nicht alle über einen Kamm scheren, denn es gieb natürlich wie in allen anderen Sparten schwarze Scharfe, aber man kann sich ja immer Informationen holen und dann entscheiden!
Wirklich ein toller Beitrag immer weiter so!
Frank Hübner sagt:
15. August 2011 von 11:37 (UTC 1)
Hallo,
Interessanter Beitrag, der die Tatsachen widerspiegelt und klar macht, dass viele bei Facebook tagtäglich wie selbstverständlich abgibt, ohne je dafür belohnt zu werden.
Viele verstehen folgendes nicht: Jedes Unternehmen verdient nur dadurch Geld, dass es ein Produkt oder eine Dienstleistung verkauft, nicht durch die Produktion von Waren oder einer tollen Verwaltung. Nur der Vertrieb/Verkauf verdient das Geld was alles andere nur kostet.
Die einzig anderen Möglichkeiten Geld zu verdienen ist sich mittels Aktien an solchen Unternehmen zu beteiligen und dafür am Gewinn mitzuverdienen, durch Empfehlungen Provisionen verdienen oder um Geld zu spielen (Lotto, Poker usw.). Letzteres ist komischerweise nur dann legal, wenn der Staat mitverdient.
Wenn man also nicht um Geld spielen will, würde ich auch keinem raten, und kein Vermögen hat um sich bei Unternehmen zu beteiligen oder selbst eines zu gründen, der kann entweder Zeit gegen Geld tauschen indem er ein Kostenfaktor für ein Unternehmen darstellt, oder selbst etwas verkaufen bzw. empfehlen und damit Geld verdienen.
Was daran verfänglich oder “unintelligent” wäre ist fraglich.
lg
Frank Hübner