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Mai
17

Beziehungsaufbau oder was? – Teil 2

Heute soll es wieder um den Beziehungsaufbau zu Businesspartnern gehen.

Die Frage, die ich heute mal in den Raum stellen möchte ist folgende:

Wie und wo gehts das überhaupt mit dem Beziehungsaufbau?

Auch zu diesem Thema gibt es jede Menge Ratgeber, Tutorials und Trainings – allerdings finde ich die Ratschläge, die dort gegeben werden, teilweise echt erschreckend und bin auch davon überzeugt, dass man viele Leute so nur verscheucht.

Aber erst mal der Reihe nach.

Du kannst Beziehungen zu Partnern aufbauen, indem du dich vernetzt, indem du dich in verschiedenen Web 2.0 Projekten engagierst und gezielt neue Kontakte suchst.

In den beiden Videos von mario Schneider, die ich in den vergangenen Blogs vorgestellt habe, wurden viele dieser Möglichkeiten um sich zu vernetzen ja schon vorgestellt.

Für mich ist momentan mein Blog das wichtigste Instrument um Kontakte zu knüpfen und Vertrauen aufzubauen.

Du kannst in deinem Blog zeigen, wer du bist und den Leuten beweisen, dass du wirlich Ahnung von den Dingen hast, mit denen du dich beschäftigst. So schaffst du Vetrauen, die Leute lernen dich und deine Fähigkeiten kennen und wissen, wie sie dich und deine Inforationen einschätzen müssen.

Aber ein Blog allein reicht nur selten aus.

Wie bist du beispielsweise auf diesen oder andere Blogs aufmerksam geworden?

Ich selbst finde Blogs am häufigsten über Profile bei Facebook, Peoplestring oder Twitter, über tweets oder Videos bei Youtube.

Du kannst diese Dienste nutzen um den Leuten einen ersten Eindruck von dir zu geben und um auf deinen Blog bzw. dein Projekt aufmerksam zu machen.

Ein großer Teil der Besucher dieses Blogs werden über Twitter auf diesen aufmerksam. Durch Twitter hast du die Möglichekit, deinen Lesern jedesmal kurz mitzuteilen, wenn ein neuer Blogpost erscheint.

Ich selbst nutze diese Funktion für mich sehr gern, weil ich die guten resultate sehe aber ich nutze diese Funktion im Gegenzug auch um über neue Posts auf anderen interessanten Blogs auf dem laufenden zu bleiben.

Communitys wie Facebook oder Peoplestring haben den großen Vorteil, dass man sich selbst darstellen kann und so den Leuten die Möglichkeit gibt, nicht nur etwas über das Geschäft, sondern auch über die Person, die dahinter steht, zu erfahren.

Weil genau das ist es was zählt

- finde ich die Person, die mir ein Geschäft vorschlägt sympathisch?

- kann ich mich in irgend einer Weise mit ihr identifizieren?

- finde ich sie glaubwürdig?

- …

Dazu kommt, dass es die Communities ermöglichen, per privater Nachricht Kontakt aufzunehmen, Fragen zu stellen und zu beantworten und sich auszutauschen.

Diese privaten Nachrichten sind eine tolle Möglichkeit, Beziehungen aufzubauen und mit Leuten in Kontakt zu treten und diesen Kontakt auch zu pflegen.

Noch ein paar kurze Worte zu Youtube und anderen Videoseiten: Internetnutzer lieben Videos! So ziemlich jeder kennt Youtube und nutzt diesen Dienst auch regelmäßig.

Wenn du es schaffst, mit interessanten Videos auf dich aufmerksam zu machen, kannst du dadurch viele neue Besucher gewinnen. Der Nachteil: Die Masse an Videos – gerade zu Anfang wirst du es schwer haben, viele Zuschauer zu bekommen, weil die meisten dein Video gar nicht finden.

 
Beziehungsaufbau oder Spam?

Ich habe inzwischen schon einige Ratgeber gelesen, bei denen ich wirklich nur noch verzweifelt mit dem Kopf schütteln konnte.

Da wird dann dazu geraten, im Stundentakt WERBUNG auf Twitter, Facebook, etc. zu schreiben, damit auch möglichst viele Leute darauf aufmerksam werden.

Und man darf natürlich auch nicht vergessen, jeden Tag mindestens 50 Leute zu seiner Freundesliste hinzuzufügen, damit immer mehr Leute die eigene stündliche Werbung sehen…

Ich weiß nicht ob meine Begeisterung über diese “Technik” rüberkommt, deshalb nochmal ganz deutlich: Ich halte das für absoluten Schwachsinn!

Leute die im Stundentakt Werbelinks auf Twitter posten und sonst gar nichts tun fliegen meist sehr schnell aus meiner Follow Liste wieder raus. Besonders spaßig finde ich es auch, wenn Leute wahllos anderen Leuten folgen in der Hoffnung, dass diese dann zurück folgen. Teilweise sind das Leute, die ne ganz andere Sprache sprechen – da merkt man ganz schnell dass das ein automatisierter Prozess ist.

Mindestens genauso nervig finde ich die Leute, die massenhaft Freundschaftseinladungen über Facebook versenden um dann im Wochentakt eine private Nachricht mit DER Top Verdienstmöglichkeit (also eine Werbe PN) an alle ihre “Freunde” versenden und diese Freunde auch jede Woche einmal in ihre Gruppe zu ihrem Projekt oder ihrem Geschäft einladen.

Spätestens wenn ich das dritte Mal innerhalb kürzester Zeit von der gleichen Person in die gleiche Gruppe eingeladen werde, einmal wöchentlich die gleiche formelle “PN” bekommen habe und auf der Pinnwand auch jedes Mal nur den gleichen Satz mit dem gleichen Link finde komme ich mir ziemlich verars…. vor.

Verstehst du was ich meine?

Mein Fazit: Das Web 2.0 bietet viele tolle Möglichkeiten, sein Projekt zu promoten und Kontakte zu knüpfen.

Marketing ist inzwischen ein Teil des Web 2.0 und das ist auch in Ordnung so – aber das Web 2.0 ist vor allem ein Instrument um menschliche Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.

Darum geht es und darum sind die meisten Leute in den Communities – sie wollen keinen Spam und keine platte Werbung – das bringt nichts sondern wirft statt dessen ein schlechtes Licht auf dich und dein Projekt.

Wenn du also das Web 2.0 für dich und dein Projekt sinnvoll nutzen willst musst du ein Gleichgewicht finden zwischen persönlichem Beziehungsaufbau und Marketing – wobei das persönliche in diesen Communities definitiv den höheren Stellenwert haben sollte.

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