Was sind die “Hauptargumente” gegen Network Marketing und wie ernst sind diese zu nehmen?
An dieser Stelle danke an alle, die geholfen haben, diese Argumente zusammenzutragen.
Freue mich auch auf eure Meinung.
- Die ganz oben verdienen am meisten
Eine Aussage, die so meistens auch zutrifft, die meiner Meinung aber absolut kein Gegenargument darstellt.
Wenn ich als Arbeitnehmer bei einer Firma beschäftigt bin wer verdient mehr? Der Chef oder ich? In der Regel wird das wohl der Chef sein.
Darüber beschwert sich keiner und selbst wenn man sich darüber beschwert wird man diese Hierarchie wohl kaum als unseriös einstufen.
Ja, die Firmengründer verdienen mehr als die Partner – dafür haben Sie das Produkt auf den Markt gebracht, pflegen es und kümmern sich darum das die Firma läuft.
Leute, die schon länger dabei sind und sich ein großes Team aufgebaut haben verdienen auch mehr als Anfänger die gerade einsteigen – von nichts kommt nichts.
Beim MLM kommt es auf den eigenen Arbeitseinstaz an – Menschen die schon lange aktiv dabei sind und für ihren Erfolg arbeiten verdienen auch mehr – auch dieses Gegenargument will mir nicht so ganz in den Kopf.
Für mich bedeutet das einfach nur: Auch man selbst kann durch Aktivität und arbeiten mehr Geld verdienen – es liegt also an jedem selbst.
- Strukturvertriebe sind Schneeballsysteme
Hierzu habe ich im letzten Artikel Network Marketing und Schneeballsysteme bereits etwas geschrieben.
- MLM Untenehmen sind Sklaventreiber
Ganz ehrlich: Hier ist es für mich schwierig etwas dazu zu sagen, weil ich nicht genau verstehe, worauf sich diese Aussage stützt.
Unter anderem bezieht sich diese Aussage wohl darauf, dass Network Marketing Firmen Ihre Partner unter Druck setzen, eine psychische Abhängigkeit aufbauen, etc.
Dazu kann ich sagen: Mich setzt niemand unter Druck, ich kann selbst bestimmen wie und ob ich arbeite und eine psychische Abhängigkeit habe ich bei mir auch ncoh nciht festgestellt.
Allerdings – da muss ich den kritikern Recht geben, gibt es natürlich Unternehmen, die Druck ausüben – aber dabei handelt es sich mit Sicherheit nicht um seriöse Network Marketing Firmen.
Um sich vor “Gehirnwäsche” zu schützen lohnt sich ein genauerer Blick auf das Unternehmen. Bei einer Firma aus den Reihen von Scientology oder ähnlichen als Partner einzusteigen ist mit Sicherheit nicht die beste Idee. Solche Firmen bilden aber eher die Ausnahme und definitiv nicht die Regel.
- Durch MLM begibt man sich in finanzielle Abhängigkeit
Wenn man von den Verdiensten die man im Network Marketing generiert lebt und das ganze hauptberuflich betreibt ist man von der network marketing Firma abhängig – ganz bestimmt. Genau so ist man aber auch von jedem anderen Arbeitgeber abhängig, bei welchem man seinen Lebensunterhalt verdient.
Wieder mal eine richtige Aussage, die aber meiner Meinung nach an der Realität vorbeigeht, wenn sie als Argument gegen Network Marketing genutzt wird.
Dazu kommt: Viele betreiben Network Marketing neben ihrem Hauptberuf – sie begeben sich also nicht in eine finanzielle Abhängigkeit.
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8 Kommentare
Oliver Tausend sagt:
1. August 2011 von 10:15 (UTC 1)
Hallo Stefanie,
vielen Dank für Deine Einsichten.
In der Tat treffen die meisten “Vorwürfe” and die MLM Branche auch auf andere Lebensbereiche zu und sidn von daher haltlos. Auch die Aussage, dass 97 % scheitern ist Unsinn. Im MLM kann man nicht wirklich scheitern, man kann nur zu früh aufgeben. Die meisten Menschen haben nun mal kein Durchhaltevermögen, und das trifft auch auf die meisten anderen Lebensbereich zu. Nur wird das statistisch eben nicht erfasst.
Die Konzentration von Erfolg ist auch nichts Ungewöhnliches: 95 % des Weltvermögens befinden sich in den Händen von 5 % der Menschen. Joanne Rowling hat mehr Geld als ganze “Städte” von Autoren (oder eher Wartern”) zusammen.
Man mag das beklagen, OK. Nur was hat es mit MLM im besonderen zu tun ? Gar nichts.
Beste Grüsse
Oliver
Stefanie sagt:
1. August 2011 von 11:13 (UTC 1)
Hallo Oliver,
es kommt immer darauf an, wie man scheitern definiert.
Die Frage ist, warum so viele Menschen scheitern – weil sie zu früh aufgeben UND weil sie immer noch dem Irrglauben unterliegen, man könne im Internet über Nacht Millionär werden ohne etwas dafür zu tun (leider geht viel Werbung immer noch in diese Richtung).
Das gilt aber für alle Bereiche im Internet aber auch im “Offline Bereich” – wer etwas erreichen will muss auch bereit sein etwas dafür zu tun.
Niemand würde sich mit einem eigenen Laden selbstständig machen, das ganze dann vor sich hindümpeln lassen und sich am Ende beschweren, dass der Laden keinen Gewinn abwirft – stattdessen würde man Zeit und Arbeit investieren.
Das Internet hat den Vorteil geringerer Einstiegskosten und verschiedener Automatisierungsmöglichkeiten – aber ganz ohne Eigeninitiative gehts eben doch nicht…
Zuletzt ist Erfolg denke ich subjektiv.
Was will man mit seiner Arbeit erreichen? Die wenigsten erreichen die Aufnahme in die Reihen der Topverdiener – aber die Frage ist ob das immer nötig ist um von persönlichem Erfolg zu sprechen.
Liebe Grüße
Stefanie
Christian Peter sagt:
6. August 2011 von 13:23 (UTC 1)
Erfolg zu haben kann einfach sein , Du weist es auch Stefanie, wir wissen es beide. Doch mit MLM wird man zu 99 % kein Erfolg haben. ES ist genau anders , man verliert und kann nicht gewinnen.
Stefanie sagt:
6. August 2011 von 13:50 (UTC 1)
Tut mir leid Christian aber das ist einfach Unsinn.
Ein Großteil der Menschen hat keinen Erfolg – dabei ist es aber egal ob im MLM oder irgendwo anders – und der Grund ist einfach, dass sie das was sie tun nicht ernst nehmen und aufgeben bevor sie überhaupt richtig anfangen.
Weshalb sollte man denn deiner Meinung nach mit MLM Geld verlieren statt verdienen und warum kann man keinen Erfolg haben?
Tut mir leid aber dein Kommentar ist ein Klassiker für die “Argumente” gegen MLM – weil du einfach nur eine Behauptung aufstellst sie aber nicht begründest.
Mich würde interessieren wie du darauf kommst und wie du deinen Standpunkt begründest, bzw, ob es überhaupt eine Begründung gibt.
Liebe Grüße
Stefanie
Möglichkeiten im Network Marketing durch Teamaufbau - MLM Artikelserie Teil 4 - Internet Erfolg ist planbar sagt:
11. August 2011 von 19:54 (UTC 1)
[...] « 4 Argumente gegen Network Marketing – MLM Artikelserie Teil 3 [...]
Frank Hübner sagt:
15. August 2011 von 11:38 (UTC 1)
Es gibt die 80:20 Regel, das Parteo Prinzip. Das gilt in allen Bereich, auch beim Network Marketing. Nur 20% werden überhaupt etwas mit MLM verdienen und nur 20% davon (4%) werden überdurchschnittlich erfolgreich werden.
Nun schaun wir uns mal “normale” Unternehmen an. 78%, sagt eine Statistik, gehen in den ersten 3 Jahren Konkurs, werden aufgegeben, leben am Existenzminimum oder werden durch das Gehalt des Partners finanziert. 17% können davon ganz gut leben und 5% werden überdurchschnittlich erfolgreich.
Ca. 80% der Menschen haben einen Job und 20% sind Unternehmer, Selbständige oder im Direktvertrieb.
Geht euch ein Lichtlein auf? Was kann das MLM dafür, dass dieses Jahrtausende alte Gesetz auch bei Network Marketing gilt?
Wer ist schuld wenn man nicht erfolgreich ist? Das MLM, der Sponsor, das Produkt usw., auf alle Fälle immer andere. “Das war jetzt bei allen 20 Systemen so, also ist MLM scheiße”. Liegt das wirklich im MLM? Warum wechseln Menschen ein System und sind dort noch erfolgreicher als zuvor?
Ihr müsst endlich für euer Leben selbst die Verantwortung übernehmen, sonst werdet ihr niemals erfolgreich sein. Dazu gibt es ein tolles eBook von Helmut Ament, welches man in meinem Blog gratis erhält.
lg
Frank Hübner
Amadeus Wustlich sagt:
20. September 2011 von 12:36 (UTC 1)
Hallo Stefanie,
auch hier muss ich Dir und auch Frank wieder einmal Recht geben: Erfolg hat maßgeblich etwas mit der eigenen Einstellung und Leistung zu tun, nicht mit einem Konzept, das allgemein vielleicht durch mehr oder weniger Erfolg geprägt ist.
Den angesprochenen “Druck” von Seiten des Unternehmens gibt es tatsächlich in gewisser Hinsicht. Auch wenn man seiner Zeit und Vorgehensweise Herr ist, existieren bei nicht wenigen MLMs monatliche Qualifikationen, die erreicht werden müssen, um provisonsberechtigt zu bleiben, seine erreichte Position aufrecht zu erhalten oder weiter identische Konditionen zu erhalten. Auch die oft bestehende persönliche Produkt-Mindestabnahmepflicht fällt ja bereits in dieses Register, da sie bei geringen Umsätzen ganz zwangsläufig einen finanziellen Druck auf den Vertriebspartner ausübt.
So ganz ohne Druck läuft dieses Business somit nun meist nicht, wennauch dieser Druck nur indirekt auf den Vertriebspartner ausgeübt wird.
Da bleibt an diesem Punkt nur noch zu erwähnen, sich bei Interesse die AGB ganz genau durchzulesen, um sich kein falsches Bild von seinem neuen Partnerunternehmen zu machen.
Viele Grüße,
@m@deus
Stefanie sagt:
20. September 2011 von 15:05 (UTC 1)
Hallo Amadeus,
ein wirklich gutes Argument.
Man sollte wirklich einen Blick in die AGB werfen und sichj informieren, wie die Konditionen des jeweiligen Unternehmens aussehen.
Für mich wären beispielsweise eine Mindestabnahmemenge oder eine monatliche “Erfolgspflicht” ein Knock-Out-Kriterium um bei der entsprechenden MLM Firma einzusteigen.
Ich denke jeder Partner sollte sich im Vorfeld Gedanken machen was er möchte, was er bereit ist zu leisten und auch was er sich selbst zutraut.
Die Beispiele die du hier aufgezählt hast können definitiv einen Druck auf Vertriebspartner ausüben.
Liebe Grüße
Stefanie